
LEISTUNG UNTER DRUCK mit Iwan Gojnik
Die Partnerschaft von Delma mit Iwan Gojnik, dem Schweizer Freitaucher und Tauchlehrer, bringt uns der Bedeutung der Zeit unter Wasser näher.
Richtiges Training und die richtigen Techniken, insbesondere im Hinblick auf den Druckausgleich, sind für Rekordhalter wie Iwan ebenso wichtig wie für Anfänger, die durch körperliche und mentale Entschlossenheit größere Erfolge erzielen wollen.

Anders als beim Gerätetauchen ist Freitauchen ausschließlich auf die menschliche Ausdauer angewiesen. Abgesehen von den Tauchbegleitern gibt es keine Pressluftflaschen oder sonstige künstliche Lebenserhaltungssysteme, die beim Erreichen unglaublicher Tiefen helfen. Iwan weiß, wie er mit begrenzten Ressourcen umgehen muss, um seine Grenzen zu erweitern. Wenn er in die Tiefen seiner Heimat, der Schweiz, und darüber hinaus vordringt, muss er sich gleichzeitig auf die Bewegungen seiner Extremitäten und die Bedürfnisse seiner inneren Organe konzentrieren.
Der Druckausgleich ist für Freitaucher aller Leistungsstufen von zentraler Bedeutung. Der Luftdruck außerhalb des Wassers beträgt durchschnittlich etwa 1 bar, und mit jedem zusätzlichen Meter Tiefe erhöht er sich um 1 bar. Beim Freitauchen, insbesondere im Wettkampf, sinkt der Taucher sehr schnell ab, mit etwa 1 Meter pro Sekunde. Der dadurch entstehende zusätzliche Druck auf das Trommelfell muss präzise ausgeglichen werden.

In geringen Tiefen erreicht man dies typischerweise durch Zudrücken der Nase mit der Hand und sanftes Ausatmen – das sogenannte Valsalva-Manöver. Das Frenzel-Manöver ist für Taucher erforderlich, die das Restvolumen erreichen wollen. Dabei werden gezielte Bewegungen der Zungen- und Gaumenmuskulatur ausgeführt. Die fortgeschrittenere Mundfülltechnik wird angewendet, um noch tiefer zu tauchen und das Innenohr in Tiefen zu schützen, in denen der Umgebungsdruck weiter ansteigt.
Der Druckausgleich ohne Hände bietet dem Taucher den Vorteil, seine Position zu halten, ohne sich ans Gesicht fassen zu müssen.
Die meisten Taucher erlangen diese besondere Fähigkeit jedoch nie. Zwar behaupten einige, dass sie erlernbar sei, wenn auch sehr schwierig, doch viele Experten betrachten sie als eine angeborene Begabung, die nicht gelehrt werden kann.
Bei einem Wettkampftauchen ist es wichtig, entspannt zu sein, damit kein Druck auf die Lunge entsteht. Ein niedriger Puls ist ebenfalls wichtig. Iwan erzählte uns, dass er während des Tauchgangs selbst nur selten auf seine Uhr schaut.
„Meistens schließe ich die Augen, damit ich mich besser auf Druckverteilung, Körperhaltung, Flossenschlag und so weiter konzentrieren kann.“

Ein ständiger Druckausgleich ist unerlässlich, um Schwindel, Ohrenschmerzen, Kopfschmerzen und andere schwerwiegende oder gar lebensbedrohliche Folgen zu vermeiden. Fehler beim Druckausgleich haben fatale Konsequenzen und verhindern, dass der Taucher ohne Perfektionierung dieser Technik große Tiefen erreicht. Dieses Jahr hatte Iwan bei seinem Free Immersion (FIM)-Versuch bei der Schweizer Meisterschaft Probleme mit dem Druckausgleich an der Oberfläche, was ihn zur Aufgabe zwang. Dies verdeutlicht, wie wichtig und heikel der Druckausgleich selbst für die erfahrensten Freitaucher ist.
Die Beherrschung der maßgefertigten Ausrüstung ist auch beim erfolgreichen Freitauchen entscheidend. Ein Beispiel hierfür ist die Monoflosse, die so einflussreich ist, dass sie eine eigene Kategorie von Tauchstandards darstellt.
Delma war unglaublich stolz darauf, auf Iwans Monoflosse und Handgelenk vertreten zu sein, als er 2019 einen Schweizer Rekord mit der Monoflosse mit konstantem Gewicht (CWT) aufstellte und 2018 den ersten Platz bei den Schweizer Freitauchmeisterschaften belegte.

In den vergangenen Jahren haben wir Iwan bei der Verwirklichung seiner Ziele und der Bewältigung von Herausforderungen unterstützt, stets mit seiner Delma Shell Star am Handgelenk. Auf die Frage, was er an seiner Uhr am meisten schätzt, antwortete er, dass ihm das unverwüstliche Gefühl des robusten Edelstahlgehäuses, das Geborgenheit ausstrahlt, Sicherheit vermittelt.
Er sagte außerdem: „Ich schätze das Armband aus echtem Gummi, das perfekt zu jedem Tauchanzug in meiner Lieblingsfarbe Blau passt. Mein Delma ist nicht nur beim Tauchen praktisch, sondern auch über Wasser der perfekte Begleiter.“
Ein Tauchcomputer gehört fast immer zu seiner Ausrüstung, wird aber meist nur passiv genutzt, um nach dem Auftauchen Tauchstatistiken abzurufen. Er ist der Meinung, dass eine richtige Uhr einen Zeiger braucht. In der Wettkampfvorbereitung, beispielsweise bei Atemübungen, findet er die Orientierung mit einem Zeiger deutlich einfacher und die Zeit lässt sich schneller ablesen. Auch in den ruhigeren Wettkampfphasen wie Warte-, Aufwärm- und Startzone bevorzugt er eine herkömmliche Armbanduhr gegenüber einem Tauchcomputer.

Als begeisterter Gerätetaucher stellte Iwan fest, dass er vergleichsweise wenig Luft verbrauchte und begann 2011 mit dem Freitauchen. Bereits 2014 nahm er an Freitauchwettkämpfen teil und stellte seitdem mehrere beachtliche Rekorde auf. Er trainiert und unterrichtet regelmäßig in einem Hallenbad in Bern und taucht häufig im Thunersee. Auch beim Eistauchen in zugefrorenen Alpenseen hat er seinen Sport auf die Spitze getrieben.
Freitauchtechniken werden durch sorgfältiges Üben und Training erlernt. Da immer wieder Rekorde gebrochen werden, wird die Zeit stets eine entscheidende Rolle spielen.




Hinterlasse einen Kommentar
Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.